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Eine Patientin berichtet über ihr Leben mit Migräne
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Informationen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) für Patienten und Ärzte.
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Akute Schmerzbehandlung


Gewöhnliche Schmerzmittel gegen leichte Attacken

Triptan
Triptane gegen Migräne-Kopfschmerzen
Leichte Attacken können mit Analgetika (Schmerzmittel) wie Acetylsalicylsäure und Paracetamol oder mit nichtsteroidalen Antirheumatika wie Ibuprofen behandelt werden. Um Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen zu verhindern, ist es sinnvoll, zuvor ein Antiemetikum (verschreibungspflichtiges Medikament gegen Übelkeit und Erbrechen) einzunehmen.
Achtung: Nehmen Sie nicht verschiedene Schmerzmittel zusammen ein! Wenn Ihre Migränebeschwerden sich unter der gewohnten Therapie nicht bessern, suchen Sie Ihren Arzt auf! Er kann Ihnen geeignete Medikamente verschreiben, die Ihre Migräne effektiver behandeln.

Triptane gegen schwere Attacken

STICHWORT
Serotonin-Agonisten
Serotonin-Agonisten werden auch 5-HT1B/1D- oder kürzer 5-HT-Agonisten genannt. Sie wirken der Entzündung der empfindlichen Gefäße und der Schmerzleitung des Hirnnervs entgegen.
Bei schweren Attacken empfiehlt die Deutsche Migräne- und Kopfschmerz-Gesellschaft selektive Serotonin-Agonisten (Triptane). In Absprache mit dem Arzt kann das Triptan mit einem lang wirksamen Analgetikum kombiniert werden, wenn die Kopfschmerzen nach anfänglicher Besserung zur Wiederkehr neigen. Manche Triptane sind im Gegensatz zu anderen Triptanen auch als Schmelztabletten verfügbar und somit komfortabel in der Einnahme.
Mutterkornalkaloide galten lange als mögliche Alternative vor allem bei sehr schweren, zur Wiederkehr neigenden Migräneattacken. Zumeist werden Mutterkornalkaloide in Zäpfchenform verordnet, da sie oral eingenommen schlechter vom Körper aufgenommen werden. Jedoch ist die Wirkung bei wiederholter Einnahme schlecht vorhersehbar führt häufig zu Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen. Die gehäufte Einnahme von Ergotamin kann außerdem zu Dauerkopfschmerzen führen, die kaum von Migränekopfschmerzen zu unterscheiden sind.

Triptane, die modernen Migräneschmerzmittel

Triptane sind die erste Arzneimittelklasse, die spezifisch gegen Migränekopfschmerzen entwickelt wurde. Inzwischen stehen mehrere Wirkstoffe zur Verfügung, die sich in ihrer Stärke sowie in der Geschwindigkeit unterscheiden, mit der die schmerzlindernde Wirkung einsetzt. So ermöglichen sie eine Behandlung, die gut an die individuellen Bedürfnisse der Migränepatienten angepasst werden kann.
Triptane können - im Gegensatz zu Mutterkornalkaloiden, die nur effektiv wirken, wenn sie gleich zu Beginn der Attacke genommen werden - zu jedem Zeitpunkt innerhalb einer Migräneattacke eingenommen werden. Dennoch gilt: Je früher sie eingenommen werden, desto besser wirken sie. Es macht also wenig Sinn zu warten, bis die Migräneattacke voll ausgeprägt ist. Besser ist es, das Triptan zu nehmen, sobald man sicher ist, dass es sich um Migräne handelt.
Menschen, die an einer Migräne mit Aura leiden, sollten mit der Einnahme aber auf jeden Fall warten, bis die Aura vorüber ist und die Kopfschmerzen einsetzen. Triptane wirken nicht, wenn sie während der Aura genommen werden.
Triptane lindern auch die typischen Begleiterscheinungen der Migräne wie Übelkeit und Erbrechen und reduzieren deutlich die Einnahme von Schmerzmitteln. Nach Einschätzung der DMKG sind Triptane die wirksamste Behandlung von Migräneattacken.
Vorsicht: Auch Triptane sollten nicht zu oft genommen werden; sonst kann es zu einem Medikamentenkopfschmerz kommen. Als Faustregel gilt: nicht öfter als zehnmal pro Monat.

Wirkungsweise

Triptane sind selektive Serotonin-5HT1B/1D- Rezeptoragonisten. Als solche bewirken sie einerseits, dass sich erweiterte Arterien im Bereich der Hirnhaut (Dura) und des Gehirns wieder zusammen ziehen. Andererseits hemmen Triptane die Freisetzung von gefäßaktiven Neuropeptiden und Botenstoffen, die in der Lage sind, Entzündungen an Gefäßen im Gehirn auszulösen. Zudem unterbrechen sie die Schmerzsignale, die aus der Hirnhaut vermittelt werden.

Darreichungsform der Triptane

Triptane liegen in verschiedenen Darreichungsformen vor: als Tablette, Zäpfchen, Nasenspray und Schmelztablette. Schmelztabletten haben den Vorteil, dass sie ohne Flüssigkeit auch unterwegs eingenommen werden können.
Literatur:
Hans C. Diener. Migräne, 100 Fragen und 100 Antworten, Thieme Verlag
Diener et al. Therapie der Migräne. Nervenheilkunde 2000; 19: 335-45.
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