Bei sehr häufigen, lang anhaltenden oder komplizierten Migräneattacken ist eine medikamentöse Vorbeugung sinnvoll. Dabei haben sich vor allem Betablocker bewährt.
Beta-Blocker: wirksame Vorbeugung
Treten Migräneattacken in kurzen Zeitabständen immer wieder auf, sollte eine vorbeugende medikamentöse Therapie begonnen werden. Ziel ist es, die Häufigkeit, Schwere und Dauer der Attacken zu reduzieren und einem medikamenteninduzierten Dauerkopfschmerz vorzubeugen. Sinnvoll ist die Prophylaxe, wenn
mehr als drei Attacken im Monat auf die empfohlene Akuttherapie nicht ansprechen, oder die Nebenwirkungen der Akuttherapie nicht toleriert werden können
Migräneattacken länger als 48 Stunden anhalten
die Migräneattacken vom Patienten als subjektiv unerträglich empfunden werden
es sich um komplizierte Migräneattacken handelt, bei denen die neurologischen Ausfälle mehr als sieben Tage anhalten
Literatur:
Diener et al. Therapie der Migräne. Nervenheilkunde 2000; 19: 335-45.