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Eine Patientin berichtet über ihr Leben mit Migräne
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Informationen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) für Patienten und Ärzte.
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Häufigkeit

Migräne ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen - etwa jeder Zehnte leidet regelmäßig an Migräneattacken. Die Krankheit setzt oft während der Pubertät ein und betrifft mehr Frauen als Männer. Der Prozentsatz an Migränikern ist fast überall auf der Welt auffallend ähnlich.

Gemäß Definition der Internationalen Kopfschmerz-Gesellschaft sind Menschen dann Migräniker, wenn sie in ihrem Leben mindestens zwei Migräneattacken mit Aura oder fünf Attacken ohne Aura hatten.
Prävalenz von Migräne in Abhängigkeit von Lebensalter und Geschlecht
Frauen haben häufiger Migräne als Männer
Regelmäßig, das heißt mindestens einmal im Jahr, leiden zwölf bis 14 Prozent aller Frauen und sechs bis acht Prozent aller Männer unter Migräne. Die Häufigkeit der Attacken ist dabei extrem unterschiedlich, sie schwankt zwischen einer Attacke im Jahr und drei bis vier Attacken pro Woche. Eine Attacke dauert im Mittel einen Tag, bei einem Fünftel der Patienten allerdings auch zwei bis drei Tage.
Epidemiologische Untersuchungen haben ergeben, dass in fast allen Ländern die Migräne etwa gleich häufig ist - das gilt für Europa, Afrika, Nord- und Südamerika. Nur in China und Japan scheint Migräne etwas seltener zu sein. Hier können aber auch kulturelle Unterschiede eine Rolle spielen, deretwegen der Krankheit weniger Beachtung geschenkt wird.

Alter und Geschlecht

Sehr häufig setzt Migräne während der Pubertät ein. Während vor der Pubertät Jungen und Mädchen gleich häufig an Migräne leiden, verschiebt sich das Geschlechterverhältnis während der Pubertät. Zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr leiden doppelt so viele Frauen wie Männer unter Migräne. Bis zum 40. Lebensjahr steigt die Migränehäufigkeit bei Frauen weiter an, so dass Frauen dann sogar dreieinhalb mal häufiger betroffen sind als Männer. Jenseits der Wechseljahre nimmt die Migränehäufigkeit wieder stark ab, beide Geschlechter sind dann etwa gleich häufig betroffen.
Der Unterschied bei der Häufigkeit der Migräne zwischen den Geschlechtern hat wahrscheinlich hormonelle, vielleicht auch genetische Ursachen.

Migräne bei Kindern

Etwa drei Prozent aller Kinder leiden unter Migräne. Die einzelnen Attacken sind aber deutlich kürzer als bei Erwachsenen und dauern nur einige Stunden an. Die Kopfschmerzen sind weniger intensiv, dafür sind Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen stark ausgeprägt.
Literatur:
Diener HC. Migräne. Thieme Verlag 1999
Ferrari MD. Migraine. Lancet 1998; 351(10): 1653-1663.
Diener et al. Therapie der Migräne. Nervenheilkunde 2000; 19: 335-45.
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